In
Mecklenburg-Vorpommern sind wegen des Einreiseverbots für Tagestouristen
zahlreiche Anzeigen aufgenommen worden.
In Rostock wurden 110 Verfahren gegen Tagestouristen eingeleitet oder geführt, wie die Stadt auf Anfrage mitteilt. Die Zahl der Verfahren müsse jedoch nicht genau mit der Zahl der betroffenen Touristen übereinstimmen, da ein Verfahren auch gegen mehrere Menschen geführt werden könne oder Wiederholungstäter dabei sein könnten, heißt es. In den Fällen sei jeweils ein Bußgeld von 150 Euro verhängt worden.
Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Nordwestmecklenburg
knapp 400 Tagestouristen zur Rückreise aufgefordert, wie der Landkreis mitteilt. Anzeigen seien nur in einer Minderheit der Fälle aufgenommen worden, da sich die Betroffenen meist einsichtig gezeigt hätten. Der
individuelle Tagestourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin untersagt. Touristen aus allen Bundesländern dürfen etwa nicht für einen Tag mit dem Auto oder der Bahn kommen. Es muss mindestens eine Übernachtung in einer Beherbergung gebucht werden. Bei einem Verstoß droht ein
Bußgeld von bis zu 2000 Euro. Der Tagestourismus mit Reisebussen ist hingegen bereits wieder erlaubt.