Letztes Update:
20210102013048

16:54
22.08.2020
Die Bundesregierung plant Vereinfachungen bei der Einreise für Urlauber, die aus Corona-Risikogebieten zurückkommen. Dabei geht es um die Möglichkeit einer digitalen Registrierung im Netz. Eine Sprecherin des zuständigen Bundesinnenministeriums bestätigte entsprechende Pläne. Das Magazin "Business Insider" hatte zuerst darüber berichtet. Anstelle der Aussteigekarten, die heute an Bord eines Fliegers oder Reisebusses ausgefüllt werden müssen, sollen Reisende die Möglichkeit bekommen, alle Angaben vorher auch über eine spezielle Internetseite zu machen.
In die Aussteigekarten müssen Reisende aus Risikogebieten Name, Adresse, Telefonnummer und Reiseroute eintragen. Außerdem müssen Angaben zum eigenen Gesundheitszustand gemacht werden. Die Papiere werden dann zuerst an das Gesundheitsamt des Einreiseortes und von dort an das Gesundheitsamt am Wohnort weitergeleitet. "Business Insider" berichtet unter Berufung auf eine interne E-Mail der IT-Firma Accenture, dass diese mit der Umsetzung beauftragt sei. Die Ministeriumssprecherin bestätigte, dass Gespräche stattfinden. Eine Beauftragung für eine Lösungsentwicklung sei bislang aber nicht erfolgt.

Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

16:10
22.08.2020
Zwei Wochen nach dem Start des neuen Schuljahres unter Corona-Bedingungen in Berlin hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erneut Alarm geschlagen. "Wir haben keinen Regelbetrieb an Schulen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann als Gast auf einem Landesparteitag der Linken. "Unterricht findet fast nur frontal statt. Gruppenarbeit geht ja nicht", sagte er. "An vielen Schulen gibt es keine Förderkurse, keinen Musikunterricht, und oft nicht mal Sportunterricht." Es handele sich eher um Betreuung als um wirkliches Lernen.
Jedem sei klar, dass die Situation hochdynamisch sei. "Und wir verstehen auch, dass es nicht den einen großen Plan gibt, der alles richten wird", sagte Erdmann. "Wir wünschen uns aber, dass nicht nach außen hin der Schein gepflegt wird, hier läuft alles super, aber innen brodelt es, und die Kollegen stehen mit dem Rücken an der Wand." Die Infektionszahlen rechtfertigten nicht, dass Schulen vollständig geschlossen seien, auch die GEW wolle gerechte Bildung für alle. "Unsere Kolleginnen und Kollegen sind aber pappesatt, wenn sie hören, wir haben Regelbetrieb."