Letztes Update:
20210102013048

16:03
20.08.2020
Die ursprünglich nur für Juni, Juli und August geplante finanzielle Nothilfe für Studenten in der Corona-Zeit wird um einen Monat verlängert. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) begründete das in einer Mitteilung damit, dass an vielen Hochschulen das Sommersemester noch laufe und Prüfungen nachgeholt würden. "Mir ist es wichtig, dass die Studierenden in pandemiebedingten Notlagen sich auf ihre Prüfungen konzentrieren können." Die für die Ausgabe der Mittel zuständigen Studentenwerke haben nach Angaben ihres Ministeriums inzwischen 94.500 Nothilfe-Anträge bewilligt. Im Schnitt seien die Empfänger mit rund 430 Euro unterstützt worden.
In der Corona-Krise waren zwei Möglichkeiten für Studenten in finanzieller Not geschaffen worden: Insgesamt 100 Millionen Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen, stehen für diejenigen bereit, die mit Kontoauszügen nachweisen können, dass sie in einer Notlage sind, etwa weil regelmäßige Zahlungen aus Jobs nicht mehr eingegangen sind. Der Staat zahlt dann 100 bis maximal 500 Euro pro Monat. Die zweite Säule ist der KfW-Studienkredit, den es auch vor der Krise schon gab, der nun aber seit Mai bis März 2021 zinsfrei gestellt ist. Nach früheren Angaben des Ministeriums wird er seitdem deutlich stärker in Anspruch genommen.

15:40
20.08.2020
Estland hat eine eigene Smartphone-App zur besseren Nachverfolgung von Corona-Infektionen eingeführt. Die Anwendung namens "Hoia" steht zum Download bereit, wie die Regierung in Tallinn mitteilte. Mit der auf Estnisch, Russisch und Englisch verfügbaren App sollen in dem EU-Land Nutzer frühzeitig gewarnt werden, wenn sie sich in der Nähe von Menschen befunden haben, die mit dem Coronavirus infiziert sind.
Die Nutzung der zusammen mit Gesundheitsbehörden und Firmen aus der estnischen IT-Szene entwickelten App ist freiwillig. Aus Privatsphären- und Datenschutzgründen werden die Daten zu den Kontakten nicht zentral erfasst. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 2227 bestätigte Infektionen und 63 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Foto: Pool Francois Lenoir/BELGA/dpa