Letztes Update:
20210102013048

14:38
20.08.2020
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) befürchtet, dass die Corona-Pandemie die humanitäre Not für Millionen Menschen im Bürgerkriegsland Libyen weiter verschlimmert. "Mitten in einer sich ausbreitenden Pandemie haben die Menschen wenig Elektrizität, Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen oder medizinische Versorgung", warnte IKRK-Präsident Peter Maurer. Das erschwere den Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. Bei einem Besuch in Libyen habe er "aus erster Hand gesehen, wie die Zivilbevölkerung unter den katastrophalen Folgen dieses Konflikts leidet".
In dem nordafrikanischen Land wurden nach Angaben der Johns Hopkins University bisher rund 9500 Corona-Fälle nachgewiesen, mindestens 169 Menschen starben. Die Zahl hat sich damit nach Angaben des IKRK in weniger als zwei Monaten mehr als 15-fach erhöht. Der Konflikt habe das libysche Gesundheitssystem stark in Mitleidenschaft gezogen, sagte Maurer. Viele Krankenhäuser und Kliniken seien nicht nutzbar.

Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

14:17
20.08.2020
Die Pandemie lässt den ökologischen Fußabdruck der Menschheit in diesem Jahr schrumpfen. Damit verschiebt sich auch das Datum des sogenannten Erdüberlastungstags nach hinten. Nach wissenschaftlichen Berechnungen sind nun am Samstag weltweit bereits alle erneuerbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht, teilen das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und mehrere Umweltschutzorganisationen mit. Bis Ende Dezember wird die Menschheit deshalb "auf Pump" über ihre Verhältnisse leben. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Erdüberlastungstag weltweit drei Wochen später. Eine solche Verbesserung gab es seit Jahren nicht mehr.
Allerdings ist dieser positive Umwelttrend mit fast zehn Prozent weniger Ressourcenverbrauch eine direkte Folge des wirtschaftlichen Corona-Lockdowns in den meisten Ländern. Die wichtigsten Faktoren waren dabei nach PIK-Angaben der Rückgang des Holzschlags und der CO2-Emissionen. Die Menschheit verbraucht nach den Kalkulationen der Forscher derzeit aber immer noch 60 Prozent mehr Ressourcen als durch die Natur regenerierbar sind.