Die
Ausbreitung des Coronavirus wird nach Angaben eines Forscherteams aus Leipzig und Indien auch
von der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. "Liegt die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft
unter 40 Prozent, dann nehmen die von Infizierten ausgestoßenen Partikel weniger Wasser auf, bleiben leichter, fliegen weiter durch den Raum und
werden eher von Gesunden eingeatmet", erläutert Ajit Ahlawat vom Institut für Troposphärenforschung (Tropos) in Leipzig. Sogenannte
Aerosole, Mischungen winziger Teilchen in der Luft, gelten als wichtiger Übertragungsweg von Coronaviren.
Die Forscher empfehlen im Fachjournal "
Aerosol and Air Quality Research" neben den bisher üblichen Maßnahmen wie Abstand und Masken
auch die Raumluft zu kontrollieren. Eine
relative Feuchte von 40 bis 60 Prozent könne die Ausbreitung der Viren und deren Aufnahme über die Nasenschleimhaut reduzieren.