Der FDP-Politiker Otto Fricke fordert, dass die coronabedingten Einreisebeschränkungen für binationale Paare ohne Trauschein aufgehoben werden. "Ich hätte mir gewünscht, dass die Bundesregierung der Liebe eine größere Chance gegeben hätte, denn Liebe kann man nicht beweisen, aber man kann an sie glauben", sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Will ein Partner aus einem Nicht-EU-Staat einreisen, müssen binationale Paare derzeit nachweisen, dass ihre Beziehung dauerhaft angelegt ist - entweder durch einen früheren gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland.
Fricke forderte, es müsse ausreichen, wenn sie ihre Beziehung nachvollziehbar glaubhaft machten. "Vielleicht horcht der Innenminister ja noch mal auf sein Herz, statt nur auf die Ministerialbürokratie", sagte er. Die Bundesregierung verteidigte die Regelung in der Antwort auf eine schriftliche Frage von Fricke: Die Kriterien sollten gewährleisten, "dass die Einreisemöglichkeit tatsächlich nur von Partnern in langfristigen nichtehelichen Beziehungen genutzt wird, nicht hingegen für Einreisen zu anderen, derzeit nicht zulässigen Zwecken".