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Foto: Soeren Stache/dpa

07:48
19.08.2020
Kabarettist Frank Lüdecke (59) sorgt sich um die Zukunft kleiner Theater. Vor einem Jahr hat er die Berliner "Stachelschweine" übernommen, eines der ältesten Karbaretts in Deutschland. Dann musste das Haus wegen der Corona-Krise monatelang schließen und die Einnahmen fielen weg. "Es gibt eben einen Unterschied, ob ein Haus zu 85 Prozent gefördert wird oder gar nicht", sagt Lüdecke der Deutschen Presse-Agentur. "Wir hangeln uns jetzt von Monat zu Monat, von Ausschüttung zu Ausschüttung." Sein Haus habe Soforthilfe des Landes bekommen, erhalte aber keine regulären Fördergelder.
Das Kabarett will am 28. August wieder öffnen - einen Tag zuvor ist eine ironische Aktion geplant. "In der Voraufführung bezahlen wir die Zuschauer", sagt Lüdecke. Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger und Studenten sollen 15 Euro "Soforthilfe" bekommen, andere 10 Euro. Damit wollten sie zum einen ironisch auf das Fördersystem blicken, zum anderem ihrem Publikum Danke sagen, sagt Lüdecke.

Jecken auf dem Kölner Heumarkt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archiv