Letztes Update:
20210102013048

10:11
14.08.2020
In der Eurozone ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal wegen der Krise drastisch eingebrochen. In den Monaten April bis Juni sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im gemeinsamen Währungsraum im Quartalsvergleich um 12,1 Prozent geschrumpft, teilte die Statistikbehörde Eurostat nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Erhebung wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Dies ist der stärkste Konjunktureinbruch seit Beginn der Erhebung 1995.
Seit März leidet die Wirtschaft der Eurozone unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Nachdem die Krise im April ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte, haben die Staaten der Eurozone ab Mai mit Lockerungen ihrer Corona-Maßnahmen begonnen. Zuletzt mehrten sich die Signale für eine Erholung der Konjunktur im dritten Quartal. Die Unsicherheit bleibt aber angesichts wieder steigender Infektionszahlen hoch. Es werden erneute Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität in einigen Ländern befürchtet.

09:58
14.08.2020
Das Urlaubsland Kroatien hält die zuletzt stark gestiegene Zahl von Infektionen nicht für bedenklich. "Die Zahlen werden wahrscheinlich im Rahmen dieser Grenzen bleiben, vielleicht werden sie sogar noch ein wenig steigen, aber es gibt kein exponenzielles Wachstum", sagt der stellvertretende Innenminister Damir Trut im Nachrichtensender N1. Gestern hatte Kroatien 180 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert. Es war der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem EU-Land im Februar gemeldet wurde. In den letzten zwei Monaten hatte dieser Wert zwischen rund 30 und 100 geschwankt.
Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination. Zuletzt kehrten aber viele deutsche Touristen von dort zurück, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Unter ihnen waren hauptsächlich junge Menschen, die angaben, dass sie an Strandpartys teilgenommen hatten. Einige Clubs an der kroatischen Adriaküste sind bekannt für ihre ausgelassene Feierstimmung. Vize-Minister Trut meint dazu nun, dass diese Clubs nunmehr nur mehr noch bis Mitternacht geöffnet haben dürften. "Mit den Maßnahmen sind wir nicht zu spät dran", fügt er hinzu. "Wir balancieren zwischen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Interessen."