Kamelurin, Bleichmittel und Methanol: Fehlinformationen durch
Gerüchte und
Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit dem Coronavirus haben seit Beginn der Pandemie
weltweit Hunderte Menschen das Leben gekostet. Tausende Menschen mussten wegen der größtenteils in sozialen Netzwerken verbreiteten Falschinformationen im Krankenhaus behandelt werden, ergibt eine im
American Journal of Tropical Medicine and Hygiene veröffentlichte Studie.
So sei Menschen in Indien empfohlen worden, Kuhurin oder -dung zu verzehren, um sich gegen eine Ansteckung zu wappnen. In Saudi-Arabien wurde Kamelurin mit Limone als Wunderwaffe gegen Sars-CoV-2 beworben. Der
Konsum von hochkonzentriertem Alkohol zur vermeintlichen Desinfizierung des Körpers
kostete weltweit sogar
800 Menschen das Leben. Rund 5900 landeten nach dem Trinken von Methanol im Krankenhaus, 60 erblindeten.
Die von einem Team internationaler Wissenschaftler unter anderem aus Australien, Thailand und Japan zusammengetragenen Daten stammen aus dem Zeitraum zwischen Dezember 2019 und April 2020.