Letztes Update:
20210102013048

09:46
11.08.2020
Weihnachtsmärkte soll es trotz der Corona-Krise auch in diesem Jahr geben. Deutsche Großstädte wie Dresden, Nürnberg, Mainz oder Düsseldorf bereiten sich daher schon jetzt im Hochsommer auf den Budenzauber vor. Klar ist jedoch auch, dass die Märkte unter anderen Bedingungen stattfinden werden als in den Vorjahren, wie Sprecher der einzelnen Städte mitteilen. 
Während mancherorts über räumliche Entzerrungen beraten wird, um den Mindestabstand leichter einhalten zu können und Massen zu vermeiden, denken andere Städte über Essen nur zum Mitnehmen nach. Auch Einlasskontrollen und Maskenpflicht seien denkbar. "Das macht den Weihnachtsmarkt "unlauschiger", räumte ein Mainzer Sprecher ein. Doch am "unlauschigsten" sei gar kein Weihnachtsmarkt.

Lässt einen Impfstoff erstmals für eine breite Verwendung zu: Russlands Präsident Wladimir Putin.

09:18
11.08.2020
UPDATE | Russland hat den weltweit ersten für die breite Verwendung zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus in Erinnerung an sein Vordringen in den Weltraum 1957 auf den Namen "Sputnik V" getauft. Das berichtet das russische Staatsfernsehen in Moskau. Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin bekannt gegeben, dass Russland als erstes Land der Welt einen Impfstoff zugelassen habe. Russland hatte im Frühjahr eine klinische Studie mit dem Impfstoff Gam-Covid-Vac Lyo in einer internationalen Datenbank registriert.
"Das russische Vakzin gegen das Coronavirus ist effektiv und bildet eine beständige Immunität", sagt Putin der Agentur Interfax zufolge. Der Impfstoff wurde allerdings bisher nur an wenigen Menschen getestet, ihn in einem so frühen Stadium zuzulassen, widerspricht internationalen Kriterien.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt im Vorfeld klar: "Jeder Impfstoff muss natürlich alle Versuchsreihen und Tests durchlaufen, bevor er genehmigt und ausgeliefert wird."  Es gebe klare Richtlinien. Ohne die umfangreichen Daten aus einer Phase-III-Prüfung mit mindestens mehreren Tausend Probanden erscheine eine Nutzung riskant, erklärt auch Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. In Deutschland gibt es eine Zulassung erst nach Abschluss der letzten Phase.