Letztes Update:
20210102013048

06:36
10.08.2020
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will eine erneute Schließung der Kitas unbedingt vermeiden. "Die komplette Schließung ist das allerletzte Mittel", sagt die SPD-Politikerin im ZDF-"Morgenmagazin". Dafür müssten jedoch alle nötigen Maßnahmen ergriffen werden. "Hygiene ist das A und O, Lüftungsverhalten ist ganz wichtig." Zudem solle es möglichst feste Gruppen geben - ist das nicht möglich, sollen die Kitas zumindest sicherstellen, dass das Infektionsgeschehen im Zweifelsfall nachvollzogen werden kann. 
Auf die Frage nach bundesweiten Regelungen sagt Giffey, dass die Länder durchaus den Wunsch hätten, ihre eigenen Regeln durchzusetzen. Diese Zuständigkeit der Länder müsse man respektieren. "Der Bund begleitet und unterstützt." Eine Maskenpflicht für Kitas hält Giffey für "nicht praktikabel".

06:04
10.08.2020
UPDATE | Am Mittwoch startet auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit dem Unterricht - in weiterführenden und berufsbildenden Schulen mit Maskenpflicht im Unterricht. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigt diese erneut. "Es ist nicht erträglich, wenn Kinder weiter nicht in der Schule sind", sagt er. Daher seien Vorsichtsmaßnahmen vor allem zu Schulbeginn erforderlich, weil es dann viele Reiserückkehrer gebe. Die Maskenpflicht sei zudem zunächst befristet bis Ende August.
Der Städtetag Nordrhein-Westfalen unterstützt grundsätzlich die Maskenpflicht zum Schuljahresbeginn, fordert aber praxistaugliche Erleichterungen. "An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitzefrei-Entscheidungen", sagt der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Zu der Frage, ob die Verpflichtung auch mit Blick auf die aktuell hohen Temperaturen zumutbar sei, erwidert Laschet im ZDF-"Morgenmagazin": "Ja, das ist zumutbar. Es gibt bestimmte Regeln für Kinder, die erkrankt sind oder die besondere Dinge zu berücksichtigen haben."

Das neue Schuljahr beginnt in drei weiteren Bundesländern. Foto: Marijan Murat/dpa