Afrika hat laut der Afrikanischen Union mehr als eine Million nachgewiesene Corona-Fälle verzeichnet. Mehr als 22.000 Infizierte seien gestorben, teilte die AU mit. Demnach stellt Südafrika mit 538.184 Fällen gut die Hälfte der registrierten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Weitere Schwerpunktländer sind Ägypten, Nigeria, Algerien und der Sudan. Nach Expertenansicht liegt die Dunkelziffer auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen allerdings weitaus höher.
Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) sprach daher von der Spitze eines Eisbergs. Es mangelt oft an Tests, an Personal sowie in einigen Ländern mittlerweile auch an genügend Krankenhausbetten. In Ländern wie Tansania gibt es seit längerem keine aktuellen Zahlen. Die Helfer kämpften daher oft im Ungewissen, betonte Michelle Gayer vom IRC: "Die meisten dieser Länder tun was sie können, um die Testmöglichkeiten zu erhöhen und verbessern auch den Zugangs zu verfügbaren Daten, aber sie benötigen Hilfe." Die Entwicklungsorganisation ONE warnte angesichts der Entwicklung vor schlimmen Folgen für den Kontinent.