Letztes Update:
20210102013048

16:33
06.08.2020
Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt neben Ägypten nun auch Tunesien eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der Geschäftsträger der tunesischen Botschaft in Berlin, Chiheb Chaouch, begründet die Forderung mit der "ausgezeichneten Bilanz" seines Landes bei der Bekämpfung der Pandemie. "Wir hoffen daher, dass das Auswärtige Amt auch Tunesien in eine Liste von Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums einordnet, die ein sicheres Ziel für die deutschen Reisenden sind", sagt er auf dpa-Anfrage. "Wir hoffen, dass deutsche Touristen Tunesien besuchen werden."
Am Dienstag hatte das Auswärtige Amt die seit Mitte März geltende Reisewarnung erstmals für Regionen außerhalb Europas aufgehoben. Für vier Urlaubsgebiete im asiatischen Teil der Türkei gilt sie nun nicht mehr: Antalya, Izmir, Aydin und Mugla.

15:59
06.08.2020
In Baden-Württemberg und Hessen befürchten Eltern, dass ihre Kinder im Falle einer Corona-Infektion von ihnen getrennt werden könnten. Hintergrund ist unter anderem ein Fall in Bruchsal (Landkreis Karlsruhe). Nachdem dort an einer Grundschule eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wurden im Juli zwei Klassen nach Hause geschickt - begleitet von einer Information der Stadt, in der bei Nichteinhaltung der "Isolation in sog. häuslicher Quarantäne" mit einer zwangsweisen Unterbringung des Kindes in einer geschlossenen Einrichtung gedroht wird.
Die Stadt Bruchsal bestätigte ein entsprechendes Behördenschreiben, betonte aber: "Wir sind nur das ausführende Ordnungsamt. Der Inhalt des Textes kam von der zuständigen Gesundheitsbehörde im Landratsamt." Die Karlsruher Behörde verteidigte auf Anfrage die aufgeführten Vorgaben, machte aber zugleich klar: "An eine Trennung des Kindes von den Eltern ist hier überhaupt nicht gedacht!" 
Einen ähnlichen Vorgang gab es im Kreis Offenbach. Dieser wies Kritik an seinen Quarantäne-Vorgaben für Kinder mit einem Verdacht auf eine Corona-Infektion zurück. Es gehe "keineswegs darum, (Klein)Kinder von ihren Eltern und Geschwistern einfach komplett zu trennen, sondern – wo möglich und vertretbar – Alternativen im täglichen Umgang miteinander zu finden". 

15:16
06.08.2020
Die Passagiere des bislang unter Corona-Verdacht stehenden Kreuzfahrtschiffes "Fridtjof Nansen" werden am Freitag regulär in Hamburg von Bord gehen und nicht unter Quarantäne gestellt. "Aus hiesiger Sicht gibt es keinen Anhalt für ein Ausbruchsgeschehen", sagte ein Sprecher der Hamburger Sozialbehörde. Aktuell zeige keine Person an Bord Covid-19-Symptome. Das Schiff befindet sich auf dem Rückweg von einer 15-tägigen Seefahrt entlang der norwegischen Küste. Während der Reise hatten vier Crewmitglieder leichte Erkältungssymptome gezeigt. Die daraufhin erfolgten Covid-19-Tests seien negativ ausgefallen, teilte die norwegische Reederei Hurtigruten mit.