Das
Robert Koch-Institut (RKI) fordert die Bevölkerung zum
Einhalten der Verhaltensregeln auf. Auch wenn Fälle von Reiserückkehrern verzeichnet werden: Der größte Teil der Betroffenen habe sich
in Deutschland angesteckt, sagte RKI-Expertin Ute Rexroth, Leiterin des Fachgebiets Surveillance.
Das RKI hält
Vorbeugung für nötig, damit sich das Virus nicht wieder rasant und unkontrolliert ausbreitet und die Gesundheitsämter Ausbrüchen nicht hinterherlaufen müssen.
"Das schaffen wir nur gemeinsam", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Die weitere Entwicklung liege "in unserer Hand". Er appellierte an die Bundesbürger, die sogenannten
Aha-Regeln (
Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) einzuhalten. Diese Regeln gelten
auch im Freien und
auch im Urlaub, wie Wieler betonte. Es werde problematisch, wenn man dem Virus die
Chance zur Ausbreitung gebe: Zu Tausenden
wilde Partys zu feiern, sei "
rücksichtlos" und auch "fahrlässig", sagte Wieler. Junge Menschen könnten ihre Eltern und Großeltern infizieren, warnte er.
"Wir sind
mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie", so Wielers Fazit. Einige Länder, die die Epidemie bereits unter Kontrolle zu haben schienen, verzeichneten
wieder steigende Fallzahlen, etwa
Australien, Japan und Spanien. Ausschlaggebend sei dort, dass individuelle Schutzmaßnahmen nicht mehr so gut befolgt würden, vor allem unter jüngeren Menschen.