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Eine
zunehmende Zahl an neugemeldeten
Corona-Fällen lässt das
Robert Koch-Institut (RKI) eine
Trendumkehr in Deutschland befürchten. In den vergangenen sieben Tagen seien
3611 Infektionen gemeldet worden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Die neueste
Entwicklung bereite "große Sorgen". Als Ursache für den Anstieg nannte Wieler
Nachlässigkeit bei der Einhaltung der
Verhaltensregeln. Ob es sich um den Beginn einer möglichen
zweiten Welle handle, könne man nicht wissen, aber es könne sein.
Bis vor einiger Zeit lagen die Fallzahlen stabil bei 300 bis 500 täglich neu gemeldeten Fällen. Inzwischen sieht es anders aus: Am Freitag etwa kamen 815 Fälle hinzu, am Samstag mehr als
700 und am Dienstag mehr als 600. Deutschlandweit steckten sich wieder mehr Menschen an. Zu Übertragungen komme es "wirklich überall": bei
Familienfeiern, Treffen mit Freunden, am Arbeitsplatz, in Gemeinschaftsunterkünften,
Altenheimen und Einrichtungen des Gesundheitswesens, wo schwere Verläufe zu erwarten seien.