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Bereits am Wochenende stellten sich Kritiker der israelischen Regierung in Jerusalem den Wasserwerfern der Sicherheitskräfte entgegen. Foto: Oded Balilty/AP/dpa

12:55
21.07.2020
Nach heftigen Protesten dürfen Restaurants in Israel weiter Gäste bewirten. Der Coronavirus-Ausschuss des israelischen Parlaments hat einen Schließungsbeschluss der Regierung aufgehoben. Die Mitglieder des Gremiums stimmten  mehrheitlich dafür, den Lokalen ihren Betrieb unter Wahrung der Corona-Vorschriften wieder zu ermöglichen. Die Schließungen waren erst am frühen Morgen in Kraft getreten, die Regierung hatte sie Ende vergangener Woche beschlossen. Restaurants hätten nur noch Essen zum Mitnehmen oder zur Lieferung nach Hause anbieten dürfen. Gastronomen hatten erklärt, sich nicht an die Maßgaben der Regierung zu halten.
Am Mittag demonstrierten mehrere Hundert Menschen in Tel Aviv gegen die Regierungspolitik, eine zentrale Straße wurde für den Autoverkehr gesperrt. Nach einem eintägigen Streik traten derweil die Krankenschwestern wieder die Arbeit an. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums wurden in Israel für Montag 1855 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

12:13
21.07.2020
350 serbische Ärzte werfen der Regierung des Landes ein völliges Versagen beim Umgang mit der Pandemie vor. "Wir wenden uns an die Öffentlichkeit, weil wir keinen anderen Ausweg aus der Gesundheitskatastrophe sehen, in der sich unser Land befindet", schreiben die Mediziner in einem offenen Brief, den serbische Medien nun veröffentlichten.
In den letzten Wochen war die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus dramatisch gestiegen. Allein von Sonntag auf Montag registrierten die Behörden in dem Sieben-Millionen-Einwohner-Land 359 neue Fälle. 190 Covid-19-Patienten müssen nach offiziellen Angaben derzeit künstlich beatmet werden. Seit Beginn der Pandemie wurde bei 21.253 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, das die Krankheit Covid-19 auslösen kann. 482 Patienten starben, zehn von ihnen in den letzten 24 Stunden. In ihrem offenen Brief warfen die Ärzte der Regierung von Präsident Aleksandar Vucic vor, die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu abrupt und vorschnell gelockert zu haben. Im Ausnahmezustand, den Vucic Mitte März verhängt hatte, hatten strikte Ausgangssperren gegolten.