Der Zentralrat der Juden fordert ein striktes Vorgehen gegen antisemitische Verschwörungserzählungen in der Pandemie. Man dürfe diese Verschwörungsmythen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bin auch der Meinung, dass die Strafverfolgungsbehörden hier sehr genau hinschauen und rigoros prüfen müssen, was Volksverhetzung ist und was Meinungsfreiheit." In Fällen von Volksverhetzung müsse entsprechend konsequent durchgegriffen werden.
Im Zuge von Anti-Corona-Maßnahmen-Demos waren immer wieder auch Holocaust-Vergleiche aufgetaucht. Dazu zählen etwa ein gelber "Judenstern" mit dem Wort "Ungeimpft", gestreifte Kleidung, die der Uniform eines KZ-Häftlings nachempfunden war oder Aufschriften wie "Maske macht frei" - eine Anspielung auf den Spruch im Torbogen des Vernichtungslagers Auschwitz, "Arbeit macht frei".