Letztes Update:
20210102013048

06:11
21.07.2020

Der Zentralrat der Juden fordert ein striktes Vorgehen gegen antisemitische Verschwörungserzählungen in der Pandemie. Man dürfe diese Verschwörungsmythen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bin auch der Meinung, dass die Strafverfolgungsbehörden hier sehr genau hinschauen und rigoros prüfen müssen, was Volksverhetzung ist und was Meinungsfreiheit." In Fällen von Volksverhetzung müsse entsprechend konsequent durchgegriffen werden.

Im Zuge von Anti-Corona-Maßnahmen-Demos waren immer wieder auch Holocaust-Vergleiche aufgetaucht. Dazu zählen etwa ein gelber "Judenstern" mit dem Wort "Ungeimpft", gestreifte Kleidung, die der Uniform eines KZ-Häftlings nachempfunden war oder Aufschriften wie "Maske macht frei" - eine Anspielung auf den Spruch im Torbogen des Vernichtungslagers Auschwitz, "Arbeit macht frei".

06:03
21.07.2020

Achtung Ironie: Das Berliner Festival "Niemand kommt, alle sind dabei" wird - wie geplant - nicht stattfinden, auch nicht für Besitzer von Eintrittskarten. Das Nicht-Festival ist eine große Solidaritätsaktion für die in der Corona-Krise leidende Kulturszene. Menschen, die sonst in diesen Monaten in Theater, zum Konzert oder auf ein Festival gehen würden, sollen nach dem Willen der Veranstalter ein Ticket für nichts kaufen, damit das Geld an freie Künstler fließen kann. Bei einer ähnlichen Aktion in Hamburg waren im Mai mehr als 400.000 Euro zusammen gekommen.

Bisher haben die Veranstalter nach eigenen Angaben etwa 800 Tickets verkauft. Der Preis für die Nicht-Teilnahme liegt zunächst bei 22 Euro. Es gibt aber auch ermäßigte Tickets für 11 sowie Solidaritätspreise von 44 und 95 Euro.

05:45
21.07.2020
Nur 25 Minuten haben nach Zeitrechnung der EU gefehlt, um den Brüsseler Sondergipfel zum Haushalt für die kommenden sieben Jahre zum längsten in der Geschichte der Union zu machen. Damit bleibt der Rekord beim Gipfel von Nizza aus dem Jahre 2000 bestehen. Dieser war nach EU-Rechnung erst nach 91 Stunden und 45 Minuten zu Ende gegangen.