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Einem Jungen wird in einem Krankenhaus in Hyderabad eine Nasenabstrichprobe zum Test auf das Coronavirus entnommen. Foto: Mahesh Kumar A./AP/dpa

06:27
17.07.2020
In Indien sind inzwischen mehr als eine Million Infektionen registriert worden. Das Land beklagt über 25.000 Tote, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilt. Innerhalb von 24 Stunden seien zuletzt mehr als 30.000 Neuinfektionen hinzugekommen. Indien hatte zunächst gehofft, die Pandemie mit einer strikten Ausgangssperre in den Griff zu kriegen. Doch als Dutzende Millionen Menschen deshalb ihren Job verloren hatten und fürchteten zu verhungern - und zudem noch die Fallzahlen im oft dicht besiedelten Land trotzdem weiter deutlich stiegen, änderte die Regierung ihre Strategie.

Angesichts der schnell zunehmenden Zahl der Neuinfektionen haben einige Regionen wieder Lockdowns verordnet. Darunter sind etwa das indische Sillicon Valley, Bengaluru (früher: Bangalore) und das bei Touristen beliebte Goa.

Fordert große Kompromissbereitschaft für EU-Coronahilfen: Angela Merkel. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

08:19
17.07.2020
UPDATE | Können sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf dem heute beginnenden zweitägigen Sondergipfel über ein Konjunktur- und Investitionsprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro gegen die Rezession und über den siebenjährigen EU-Haushaltsrahmen für die Jahre bis 2027, einigen? Kanzlerin Angela Merkel dämpft die Erwartungen an eine rasche Entscheidung. Alle würden mit sehr viel Elan in die Beratungen gehen, so Merkel. "Aber ich muss sagen, dass die Unterschiede doch noch sehr, sehr groß sind und ich deshalb noch nicht voraussagen kann, ob wir bei diesem Mal schon zu einem Ergebnis kommen." 
Es bedürfe "wirklich großer Kompromissbereitschaft aller, damit wir etwas hinbekommen, was für Europa gut ist. Und was auch eine entsprechende Antwort ist auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die wir haben." Sie erwarte deswegen "sehr, sehr schwere Verhandlungen". Zuvor appellierte der luxemburgische Regierungschef Xavier Bettel an alle Beteiligten, sich aufeinander zuzubewegen. "Jeder muss ein bisschen Wasser in seinen Wein schütten", so der Ministerpräsident. "Es gibt sehr viele Fragen, wo wir uns nähern müssen", sagt Bettel in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.