Letztes Update:
20210102013048

00:14
16.07.2020
Die US-Fluggesellschaft American Airlines bereitet angesichts der anhaltenden Belastungen durch die Pandemie tiefe Personaleinschnitte vor. Rund ein Fünftel der Beschäftigten könnten ab Oktober in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden, wie aus einem internen Memo hervorgeht. 25.000 Angestellte erhielten demnach bereits entsprechende Warnungen.
"Mit steigenden Infektionsraten und mehreren US-Bundesstaaten, die Quarantäne-Restriktionen wieder in Kraft setzen, sinkt die Nachfrage nach Flugreisen wieder", erklären die Konzernchefs Doug Parker und Robert Isom in dem Schreiben an die Belegschaft. Im Juni seien die Erlöse im Jahresvergleich um mehr als 80 Prozent gesunken. Die Hoffnung auf eine rasche Erholung sei inzwischen verflogen.

23:28
15.07.2020
Außenminister Heiko Maas warnt nach den Mallorca-Partys ohne Sicherheitsabstand vor Leichtsinn beim Urlaub. "Uns ist es gerade erst gelungen, in Europa die Grenzen wieder zu öffnen. Das dürfen wir jetzt nicht durch leichtsinniges Verhalten aufs Spiel setzen", sagt er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Sonst werden neue Beschränkungen unvermeidbar sein", führt er auf eine Frage nach möglichen Beschränkungen für Urlaubsrückkehrer aus. Zu den Party-Bildern von Mallorca sagte Maas: "So ein Verhalten ist nicht nur gefährlich, sondern auch rücksichtslos gegenüber allen, die auch in Sicherheit ihren Urlaub verbringen möchten."
Viele Urlaubsregionen hätten monatelang hart daran gearbeitet, dass Touristen jetzt wieder einreisen können. "Die Regelungen dienen dem Schutz: der Menschen vor Ort, der Freunden in Familien in Deutschland, zu denen wir zurückkehren und letztlich auch den Urlauberinnen und Urlaubern selbst." Zurückhaltend äußerte Maas sich zur Frage, wann Reisewarnungen für weitere Länder aufgehoben werden. "Die Pandemie ist noch längst nicht vorbei. In vielen Ländern läuft gerade eine zweite Welle an - schon deshalb können wir uns mit der Reisewarnung keine Experimente erlauben." Entscheidend sei allein die Sicherheit der Reisenden, sagte der Minister. Trotzdem schaue man sich die Daten ständig neu an, «gerade auch die aus der Türkei».

Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa