Letztes Update:
20210102013048

16:57
07.07.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert sehr zurückhaltend auf einen Vorstoß von Experten, die das Übertragungsrisiko des Coronavirus in der Luft für unterschätzt halten. Die WHO sei aufgeschlossen gegenüber neuen Datenlagen in diesem Feld, müsse aber sehr behutsam vorgehen, bevor sie Schlüsse ziehe, erklärt die WHO-Expertin Benedetta Allegranzi. Es gebe nichts zu rütteln an den bestehenden Empfehlungen, die Abstand vorsehen sowie das Tragen von Masken, wenn dieser nicht einzuhalten sei. Die Organisation sichtet laut Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan im Durchschnitt täglich 500 Publikationen unterschiedlicher Qualität. 
Rund 240 Wissenschaftler, darunter auch Ingenieure, hatten Anfang der Woche ein Schreiben in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Sie werfen darin Gesundheitsbehörden, darunter der WHO, vor, in ihren Empfehlungen das Ansteckungsrisiko durch kleinste Teilchen, sogenannte Aerosole, in der Luft zu vernachlässigen. "Wir sollten genauso viel Betonung auf Masken und Belüftung legen wie auf das Händewaschen", so eine beteiligte Forscherin, die Aerosol-Expertin Linsey Marr, im Gespräch mit der "New York Times". "Soweit wir das beurteilen können, ist das genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger." 

15:58
07.07.2020
In Bulgarien sind 22 Coronavirus-Infektionen bei Fußballspielern, Clubbesitzern und -Mitarbeitern nachgewiesen worden. Allein beim Erstligisten Tscherno More wurden zwölf Spieler und vier Mitarbeiter positiv getestet. Die Tests erfolgten nach einem Spiel gegen Zarsko Selo vom 5. Juli, wie Tscherno More auf seiner Webseite mitteilt. Insgesamt sind bei Zarsko Selo vier Spieler mit den Coronavirus infiziert.
Gesundheitsminister Kiril Ananiew droht, dass strengere Schutzmaßnahmen - wie etwa Spiele ohne Zuschauer wieder eingeführt werden könnten. Nach der Corona-Zwangspause wurden in Bulgarien die Spielzeiten der 1. und 2. Liga am 5. Juni wieder mit Fans in den Stadien fortgesetzt.

In Bussen und Bahnen wie auch auf den Haltestellen gilt seit Ende April eine Maskenpflicht. Foto: Christoph Soeder/dpa