Der Immunologe Anthony Fauci, einer der führenden Gesundheitsexperten der USA, zeigt sich angesichts des raschen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt. Die gegenwärtige Lage sei "wirklich nicht gut" und erfordere "sofortiges" Handeln. Die USA hätten die Pandemie nie unter Kontrolle gebracht und steckten daher immer noch tief in der ersten Welle des Virus. Die Wiederöffnung der Wirtschaft und die nötigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus dürften nicht als Widerspruch gesehen werden, mahnt er.
In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen seit Mitte Juni infolge der Corona-Lockerungen stetig angestiegen. Seit einer Woche melden US-Behörden im Schnitt fast 50.000 Neuinfektionen pro Tag, vor allem aus den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. "Wir werden das schaffen", sagt er und betont, dass die klinischen Studien für die Erprobung möglicher Impfstoffe gute Fortschritte machten. Zuvor hatte er erklärt, es könne vielleicht schon Anfang nächsten Jahres eine Impfung geben.