Erstmals seit der Lockerung der Maßnahmen in Spanien ist wieder eine Großstadt wegen steigender Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt worden. In der katalanischen Region Segrià mit der Großstadt Lleida seien insgesamt 200.000 Menschen betroffen, berichtet die Zeitung "La Vanguardia". Niemand dürfe mehr in die Stadt und umliegende Gemeinden im Westen der Provinz reisen oder sie verlassen, außer um zur Arbeit zu gelangen. Bewohner der Quarantäneregion dürften jedoch heute einmalig noch bis 16.00 Uhr an ihren Wohnort zurückkehren. Die Polizei errichtet Kontrollposten an den Zufahrtsstraßen.
Ein Lockdown innerhalb der Quarantänezone sei bisher noch nicht nötig, zitiert die Zeitung die katalanische Gesundheitsministerin Alba Vergés. Diese rief die Bevölkerung jedoch auf, Versammlungen zu meiden und familiäre Feiern stark zu begrenzen oder zu verschieben. Im Laufe der Woche seien insgesamt 365 neue Fälle registriert worden.