Pandemien und andere
Gesundheitsrisiken sollen nach dem Willen von
Außenminister Heiko Maas mehr
ins Zentrum der weltweiten Sicherheitspolitik rücken. Es brauche ein umfangreicheres Verständnis der Begriffe Frieden und Sicherheit, sagt Maas bei einer
virtuellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Beim Verfassen der
UN-Charta vor 75 Jahren sei vor allem
in Militär-Kategorien gedacht worden. "Heute wissen wir, dass
ein Virus tödlicher sein kann als eine Schusswaffe, dass ein Cyber-Angriff mehr Schaden anrichten kann als ein Soldat und dass der Klimawandel mehr Menschen bedroht als die meisten konventionellen Waffen." Die Corona-Krise sei global, sie erfordere deshalb auch globales Handeln.