Letztes Update:
20210102013048

09:06
28.06.2020
Die Bürger sollten nach Ansicht des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck die Einschränkungen durch die Corona-Krise nicht überbewerten. Als 80-Jähriger wisse er "von noch bedrohlicheren Lebenskrisen, von wirklicher Unfreiheit und von noch größerer wirtschaftlicher Not", sagte Gauck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Je besser es den Menschen geht, desto größer werden natürlich auch ihre Erwartungen." Bislang sei Deutschland aber aufgrund der staatlichen Maßnahmen vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Es gebe daher hinreichend Gründe, zuversichtlich zu bleiben.
Zugleich lobte der Altpräsident (Amtszeit: 2012-2017) das Gros der Bevölkerung. "In einer Phase, in der sehr viel Wut und Frust gegen die Regierung hätte entstehen können, ist sogar ein Sympathiebonus für diejenigen entstanden, die Verantwortung tragen. Die Leute sehen dann doch die Vorteile unserer Gesellschaftsordnung." Proteste gegen die Corona-Maßnahmen von Anhängern der politischen Ränder kritiserte Gauck. "Ein paar Illiberale rechts wie links tun auf einmal so, als würden sie Freiheitseinschränkungen nicht ertragen", sagte er. "Das kommt mir komisch vor."

Foto: DCA/dpa

08:45
28.06.2020
Inmitten der Coronakrise stehen Nomaden in Afghanistan vor existenziellen Nöten. "Krank werden oder hungern" ist laut dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) ein Dilemma für viele Kutschi-Nomaden, die ihren Lebensunterhalt mit der Viehzucht bestreiten. "Die Schließung der Märkte und Geschäfte durch den Lockdown hat die Gemeinschaft der Kutschi schwer getroffen", sagt Candra Samekto, IFAD-Landesdirektor, laut einem Bericht.  Auch steigende Lebensmittelpreise in Folge der Krise setzen die Nomaden unter Druck, die dadurch teils gezwungen sind, ihr Hab und Gut zu verkaufen. "Notverkäufe würden ihre Fähigkeit beeinträchtigen, sich zu erholen, wenn die Pandemie vorüber ist", warnt Sametko. Die Nomaden ziehen vor allem durch die Provinzen im Norden, wo sie in schwer erreichbaren Gegenden leben und wenig Zugang zu Aufklärung über das Coronavirus haben.