Letztes Update:
20210102013048

16:06
26.06.2020
Tierschützer und Opposition kritisieren die Ankündigungen Klöckners als wenig konkret, nicht weitgehend genug und sind skeptisch, ob den Worten auch Taten folgen werden. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels wehrt sich gegen Kritik, die "einseitig und pauschal" auf Preiswerbung abziele. Die Branche sei sich ihrer Verantwortung für nachhaltigen Konsum bewusst. 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte den Gipfel schon im Vorfeld als "Show-Veranstaltung" deklariert. Wie schnell den Worten Taten folgen, ist abzuwarten. Immerhin scheint sich der Großteil der Bevölkerung Konsequenzen zu wünschen: Dem aktuellen ZDF-Politbarometer zufolge würden 92 Prozent der Bürger schärfere Gesetze für die Fleischbranche befürworten - selbst wenn das steigende Preise bedeuten würde.

Das, was wir heute behandelt haben, war keine Tönnies-Frage, sondern eine System-Frage. 15:16
26.06.2020
Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) in Düsseldorf mit Blick auf den Corona-Ausbruch im Tönnies-Schlachtwerk und den Preisdruck in der gesamten Fleischproduktion.
Foto: Federico Gambarini/dpa

15:06
26.06.2020
Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) dringt auf grundlegende Veränderungen im Fleischmarkt, um den ständigen Preiskampf und problematische Bedingungen zu unterbinden. "Es wird keine zweite Chance geben für die gesamte Branche", sagt Klöckner nach einem Treffen mit Branchen- und Verbandsvertretern in Düsseldorf. Die Corona-Krise mit dem großen Infektionsausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies sei wie ein Brennglas für die Situation. 
Klöckner kündigt an, Gesetzesverschärfungen zur Preisgestaltung und Lebensmittelwerbung mit Lockpreisen zu prüfen. Über eine mögliche Tierwohlabgabe als Preisaufschlag für die Verbraucher wolle sie mit den Partei- und Fraktionsspitzen im Bundestag sprechen. Dazu sei ein übergreifender Konsens nötig. Klöckner wirbt erneut für ein freiwilliges Tierwohl-Logo für Fleisch aus besserer Haltung.