Letztes Update:
20210102013048

10:39
26.06.2020
Das Bundesland Hessen hat nun auch ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Regionen mit erhöhtem Corona-Infektionsrisiko beschlossen. Das teilen Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose mit. Als Gebiete mit erhöhten Infektionsgefahren gelten Regionen, in denen binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Dies betrifft laut Robert-Koch-Institut derzeit in Deutschland nur den Kreis Gütersloh. 
Das Beherbergungsverbot gilt in Hessen nicht für Menschen, die einen ärztlich attestierten negativen Coronatest vorlegen können. "Dieser darf nicht älter als zwei Tage sein", teilt die Staatskanzlei mit. Ausnahmen gibt es u.a. auch für Gäste, deren Aufenthalt zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst ist. Auch Besuche eines engen Familienangehörigen oder Lebenspartners bleiben erlaubt.

Foto: Robert Koch-Institut/Twitter/dpa

10:10
26.06.2020
Die Menschen in Deutschland sollten trotz des erfolgreichen Starts der Corona-Warn-App bei ihren Vorsichtsmaßnahmen gegen die Pandemie nicht nachlassen - darauf weist die renommierte Immunologin Lucie Abeler-Dörner vom Nuffield Department of Medicine der Universität Oxford hingewiesen. Zusammen mit Forscherinnen und Forschern hatte Abeler-Dörner in einer Studie simuliert, wie eine Kontaktverfolgungs-App gegen die Virus-Ausbreitung helfen kann. 
Laut Abeler-Dörner fängt eine Tracing-Anwendung dann zu wirken, sobald mindestens 15 Prozent der Bevölkerung mitmachen. Ohne jede weitere Schutzmaßnahme wie Atemschutzmasken oder Sicherheitsabstand wären 60 Prozent notwendig, um einen signifikanten Effekt zu zeigen. Die Zahl der Downloads der deutschen Corona-Warn-App liegt derzeit bei 13,3 Millionen, das entspricht 16 Prozent der Bevölkerung.