Letztes Update:
20210102013048

10:02
26.06.2020
Corona-Patienten in Westfalen können sich in der Region vorerst auch nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt krankschreiben lassen. Bei leichten Atemwegserkrankungen ist dafür befristet bis 14. Juli kein Praxisbesuch nötig, wenn die Praxis in den Kreisen Gütersloh und Warendorf liegt. Das sieht eine regionale Ausnahmeregelung vor, die der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen beschloss. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind dort nun für bis zu sieben Kalendertage telefonisch zu bekommen, dies kann dann auch telefonisch für noch einmal sieben Tage verlängert werden.

Carola Reimann während einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa

09:57
26.06.2020
Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann sieht bei den Reisebeschränkungen für Urlauber aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf eine Mitverantwortung nordrhein-westfälischer Behörden. "Im Moment ist es ja so, dass Nordrhein-Westfalen die Bewohner der Landkreise weiter reisen lässt und das löst eben diese Konsequenz aus", sagt Reimann im Deutschlandfunk. Auf die Frage, ob man dies hätte verhindern müssen sagt die SPD-Politikerin: "Das hätte man im Prinzip da an der Stelle gezielter lösen können."  
Auch nach der Unterschreitung des Grenzwerts von 50 Neuinfektionen hat das Urlaubsverbot für Menschen aus dem Kreis Warendorf in Niedersachsen Gültigkeit. Das Verbot solle erst aufgehoben werden, wenn der nordrhein-westfälische Kreis den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zwei Wochen am Stück unterboten hat, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.