Während der Corona-Krise sind europäische
Drogenkonsumenten in vielen Ländern
von illegalen Rauschmitteln auf Alkohol und auch
andere, gefährlichere Substanzen umgestiegen. Die Drogenproduktion sei jedoch in etwa gleich hoch geblieben, so dass Zwischenhändler auf großen Mengen sitzen dürften, berichtet die EU-Drogenbeobachtungsstelle mit Sitz in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Auch habe sich der
Handel stärker ins Internet verlagert, und Dealer hätten die Drogen nach Hause geliefert. Am stärksten sei der
Konsum von Kokain und synthetischen Drogen wie Ecstasy zurückgegangen, schreiben die Autoren des 24-seitigen Berichts. Wegen der Ausgehbeschränkungen habe es kein Nachtleben mehr gegeben, wo solche Aufputschmittel am ehesten konsumiert werden. Auch sei der Straßenverkauf kaum noch möglich gewesen.
Anders das Bild bei Cannabis: Gelegentliche Nutzer hätten den Konsum eher eingeschränkt, stärker Abhängige hingegen ausgeweitet.