Letztes Update:
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Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

12:34
24.06.2020
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert die anderen Bundesländer auf, Menschen aus dem Kreis Gütersloh trotz des Corona-Ausbruchs Urlaub zu ermöglichen. "Eines geht nicht: dass man die Menschen aus dem Kreis Gütersloh öffentlich stigmatisiert", sagt Laschet im Landtag in Düsseldorf. Er habe mehrmals mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) telefoniert, sagt Laschet. Dieser habe versichert, Menschen aus Gütersloh seien willkommen, wenn sie auf das Coronavirus getestet seien. "Ich erwarte auch von den Bundesländern in Norddeutschland, dass wir zu solchen Regelungen kommen und dass wir gemeinsam diese Krise bewältigen", sagt Laschet in der Unterrichtung des Landtags. Außerhalb der Beschäftigten in der Fleischindustrie sei nur eine kleine Zahl von Fällen bisher bekannt.

12:33
24.06.2020
Nach einer Telefonkonferenz der Gesundheitsminister zeichnet sich nach Angaben des Ressorts in Schleswig-Holstein zunächst keine bundesweite Quarantäne-Regelung nach den massenhaften Corona-Neuinfektionen im Kreis Gütersloh ab. Das Bundesland will Reisende aus Corona-Hotspots künftig in eine zweiwöchige Quarantäne schicken. Auch andere Bundesländer hielten Regelungen wie im Norden für notwendig, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. 

12:21
24.06.2020
Die Landesregierung will mit Massentests in den Kreisen Gütersloh und Warendorf bis Ende der Woche Erkenntnisse über die Verbreitung des Coronavirus erhalten. Bis Ende der Woche wolle man wissen, "ob das Virus in andere Teile der Bevölkerung übergesprungen ist", sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Düsseldorfer Landtag. Rund 900 Polizisten in beiden Kreisen unterstützen nach Angaben des Ministers die Behörden bei der Durchsetzung der Quarantäne der rund 7000 betroffenen Tönnies-Beschäftigten. 
Laumann kündigt erneut einen scharfen Kurs gegen die Zustände in der Fleischindustrie an. "Das hat mit einer humanen Arbeitswelt nichts mehr zu tun", sagt er. Der CDU-Politiker wies Vorwürfe zurück, die Behörden hätten Schlachthöfe nicht gut genug kontrolliert.