Der Bund für Umwelt und Naturschutz sieht angesichts der Ereignisse bei Tönnies bessere Chancen für die Idee einer Fleischabgabe. "Nach Tönnies wächst der Druck weiter", sagt der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt bei der Vorstellung der Jahresbilanz seines Verbandes für 2019 in Berlin. Soziale und ökologische Perspektiven gehörten beim Umweltschutz zusammen.
Einen Zuschlag von 40 Cent pro Kilogramm Fleisch an der Ladenkasse hatte ein Beratergremium dem Bundeslandwirtschaftsministerium Anfang des Jahres empfohlen. Die zweckgebundene Abgabe soll den Umbau zu einer artgerechteren Tierhaltung beschleunigen. Dabei müsse es auch um akzeptablere Löhne für die Beschäftigten und um eine Anpassung der Grundsicherung für Verbraucher mit wenig Einkommen gehen, betont Bandt.