Letztes Update:
20210102013048
Die Sars-CoV-2-Verbreitung im Fleischbetrieb der Firma Tönnies ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine rücksichtslose Firmenleitung, aber auch zumindest teilweise ineffiziente Behörden einen richtig grossen Ausbruch überhaupt erst ermöglichen können. Dafür zahlen nun alle Menschen im Kreis Gütersloh einen inakzeptabel hohen Preis, wirtschaftlich wie gesellschaftlich. 07:42
24.06.2020
Die "Neue Zürcher Zeitung" zum Corona-Ausbruch in einem Fleischbetrieb von Tönnies. 
Foto: Guido Kirchner/dpa

07:29
24.06.2020
Ein Mitarbeiter der Tönnies Security bewacht am Morgen das geöffnete Werkstor beim Fleischverarbeiter. Um Mitternacht traten im Landkreis Gütersloh und im Nachbarkreis Warendorf erneut strenge Auflagen in Kraft. Betroffen sind insgesamt rund 640.000 Einwohner. Das Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh gilt als Ausgangspunkt des Ausbruchs, auch im Raum Warendorf wohnen viele Tönnies-Mitarbeiter. 
Unter anderem wurden die Kontaktbeschränkungen verschärft, Sport in geschlossenen Räumen sowie zahlreiche Kulturveranstaltungen verboten. Schulen und Kindertagesstätten sind im Kreis Gütersloh schon seit dem 17. Juni geschlossen. Im Kreis Warendorf geschieht das am Donnerstag.

06:57
24.06.2020
Die Organisation Abgeordnetenwatch hat auf Twitter eine Übersicht veröffentlicht, wonach das Unternehmen Tönnies seit 1998 mehr als 175.000 Euro an die CDU überwiesen haben soll. Die "Frankfurter Rundschau" berichtet unter Berufung auf den Verein Lobbycontrol, von 158.474 Euro, die in den vergangenen 18 Jahren von Tönnies an die CDU geflossen sein sollen.
Wohin die Spenden geflossen sind, wollte die Partei dem Bericht zufolge nicht offen legen. Allerdings habe der nordrhein-westfälische CDU-Landesverband laut FR auf Anfrage der "Neuen Westfälischen" in Bielefeld mitgeteilt, dass seit Übernahme des NRW-Landesvorsitzes durch Armin Laschet im Juni 2012 "keine Spenden an den CDU-Landesverband Nordrhein-Westfalen durch die Firma Tönnies eingegangen" seien.