Letztes Update:
20210102013048

13:54
24.06.2020
UPDATE I Die globale Wirtschaftsleistung wird nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem und im nächsten Jahr insgesamt um 12,5 Billionen Dollar (11 Billionen Euro) geringer ausfallen. Die Welt erlebe in diesem Jahr "die schlimmste Rezession" seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren, sagt IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath. "Kein Land bleibt verschont", sagt sie bei der Vorstellung der jüngsten IWF-Wirtschaftsprognose. Als Konsequenz der Krise werde die öffentliche Verschuldung relativ zur Wirtschaftsleistung dieses Jahr den bisherigen Höchststand vom Ende des Zweiten Weltkriegs übertreffen. Die Konjunktur müsse gestützt werden und ärmere Länder bräuchten zudem mehr Hilfe der reichen Länder, fordert Gopinath. "Diese Krise ist nicht vorbei", betont sie. Staaten müssten sich aber nach der Pandemie bemühen, die Verschuldung wieder durch Einsparungen zu begrenzen.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

03:54
24.06.2020
Vertreter der Unionsfraktion im Bundestag fordern über die geplanten Azubiprämien hinaus weitere Hilfen für Betriebe zur Sicherung von Lehrstellen in der Corona-Krise. Zur Entlastung der Unternehmen sollten diese für ihre Azubis ab dem ersten Tag Kurzarbeitergeld erhalten können, heißt es in einem Positionspapier. "Um Auszubildenden zugleich Sicherheit zu garantieren, sollen Betriebe das Kurzarbeitergeld so aufstocken, dass die Auszubildenden 100 Prozent ihrer Nettovergütung ohne Kurzarbeit erhalten", schreiben der Berichterstatter für Berufliche Bildung der Unionsfraktion, Stephan Albani und Yvonne Magwas (beide CDU) sowie Katrin Staffler (CSU).
Bisher müssen Betriebe auch ohne Arbeit für sechs Wochen die volle Ausbildungsvergütung weiterzahlen, bevor sie für ihre Azubis Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen können. 

Foto: Peter Kneffel/dpa