Letztes Update:
20210102013048

12:30
23.06.2020
Der größte deutsche Schlachtbetrieb Tönnies will die Werkverträge "in allen Kernbereichen der Fleischgewinnung" bis Ende 2020 abschaffen. Die Mitarbeiter sollen in der Tönnies-Unternehmensgruppe eingestellt werden, wie das Unternehmen  in Rheda-Wiedenbrück mitteilt. Außerdem solle für die Arbeiter eine digitale Zeiterfassung an allen deutschen Standorten eingeführt werden. Tönnies reagiert damit auf die Kritik an dem System, mit Werkverträgen die Lohnkosten zu drücken. Das Bundeskabinett hatte als Konsequenz aus früheren Corona-Ausbrüchen in der Branche Ende Mai beschlossen, Werkverträge weitgehend zu verbieten - also dass die Ausführung von Arbeiten bei Subunternehmern eingekauft wird. Das Schlachten und Verarbeiten von Fleisch soll ab 1. Januar 2021 nur noch mit Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein. 
Tönnies will nach eigenen Angaben zudem ausreichenden und angemessenen Wohnraum für die Beschäftigten der Unternehmensgruppe an den Standorten schaffen. Auch dieser Punkt soll möglichst bis zum 1. Januar 2021 umgesetzt werden. "Wir wollen auch in Zukunft in Deutschland Fleisch produzieren. Dafür brauchen wir die gesellschaftliche Akzeptanz", sagt Clemens Tönnies als Mitinhaber. 

Foto: Peter Kneffel/dpa

11:56
23.06.2020
Angesichts des massiven Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) untersagt Bayern die Beherbergung von Menschen, die von dort und aus anderen schwer betroffenen Landkreisen in das südliche Bundesland einreisen. Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Das teilt Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München mit. "Das ist eine Schutzmaßnahme, die wir für wirklich notwendig halten", sagt er. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.