Letztes Update:
20210102013048

07:07
19.06.2020
Die Kultusminister der Länder wollen noch vor dem Ende der Sommerferien ein Schutz- und Hygienekonzept für die geplante Rückkehr in den Schulbetrieb vorlegen. "Wir haben in der Kultusministerkonferenz gestern vereinbart, dass dieses Konzept sehr schnell erstellt werden muss", sagt die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig im ZDF-"Morgenmagazin". Insbesondere in Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die bereits am Freitag beziehungsweise nächste Woche in die Ferien starten, sei es wichtig, dass diese ausreichend Zeit hätten, die entsprechenden Maßnahmen vorzubereiten. Gestern hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen. Sie streben dabei auch eine Aufhebung der Abstandsregel an.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Foto: Federico Gambarini/dpa

14:31
19.06.2020
UPDATE | Das NRW-Gesundheitsministerium stuft den Corona-Massenausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zunächst als lokales Ereignis ein. Die Betroffenheit in der Allgemeinbevölkerung des Kreises Gütersloh sei gering, heißt es aus dem. "Daher stehen insbesondere betriebsbezogene Maßnahmen im Fokus." Das Ministerium und die örtlichen Behörden analysierten und bewerteten die Situation im Kreis Gütersloh sehr genau. "Nach aktuellem Stand handelt es sich um ein Infektionsgeschehen, das lokal auf das betroffene Unternehmen eingegrenzt werden kann." 
Der zuständige Landrat Sven-Georg Adenauer will einen Lockdown für den gesamten Kreis verhindern, was auch auf Kritik stößt. Die Bewertung und Einschätzung könnten sich "aufgrund der sich ständig weiterentwickelnden, dynamischen Lage jederzeit ändern", betont das Ministerium. Zuvor hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt, er wolle die Branche wissenschaftlich untersuchen lassen. Auf der Basis der Ergebnisse müssten dann "gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden", kündigt Laumann an.