Er wollte seine Eltern noch einmal sehen, doch wegen der Pandemie waren alle Flüge gestrichen. Da setzte Juan Manuel Ballestero kurzentschlossen Segel und stach in See. Nach einer dreimonatigen Atlantiküberquerung in seinem 8,80 Meter langen Segelboot "Skua" von der portugiesischen Insel Porto Santo bei Madeira nach Argentinien erreichte der 47-Jährige den Badeort Mar del Plata, wie örtliche Medien berichten. "Als das Coronavirus sich ausbreitete, starben in Europa 1000 Menschen am Tag und ich hatte Angst, meine Familie nie wieder zu sehen", sagt er der Zeitung "La Nación".
Ballestero ist ein erfahrener Skipper und hatte bereits 2011 einmal den Atlantik überquert, dennoch brachte die Fahrt ihn und vor allem sein Boot an die Grenzen. Mehrfach geriet er in heftige Stürme und die Außenhaut des Boots bekam Risse. Nach kurzen Zwischenstopps in Brasilien und Uruguay ist er nun im Hafen seiner Heimatstadt Mar del Plata vor Anker gegangen. Allerdings kann er seine Eltern Carlos und Nilda noch immer nicht in die Arme schließen - vorher muss er noch die zweiwöchige Quarantäne auf seinem Boot verbringen.