Letztes Update:
20210102013048

12:19
13.06.2020
Das Geschäft mit Schutzmasken boomt. Von Januar bis Ende Mai sind Umsätze und Preise von Atem- und Mundschutz rasant gestiegen, wie aus Daten des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervorgeht. Den stärksten Umsatzzuwachs mit nahezu 14.200 Prozent gab es demnach beim Verkauf im Großhandel. Der Preis pro Schutzmaske erhöhte sich dort im Schnitt um rund 509 Prozent. Auch die Lebensmittel- und Drogeriemärkte verzeichneten mit knapp 8000 Prozent ein starkes Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Preiserhöhungen um etwa 254 Prozent. 
"Schutzmasken sind in Windeseile aus der Nische für spezielle Anwendungsfälle zum neuen Alltagsprodukt geworden", sagt Bettina Arleth, Handels-Expertin bei Nielsen, der Deutschen Presse-Agentur. Grund für das enorme Plus sei die Verfügbarkeit im April, aber auch der Preisanstieg durch die hohe Nachfrage. Der Mundschutz sei bis zur Pandemie vor allem von staubgeplagten Handwerkern oder im medizinischen Bereich genutzt worden - heute sehe die Welt ganz anders aus, sagt Arleth.

11:39
13.06.2020
Die Situation im Thüringer Kreis Sonneberg bleibt kritisch. Am Tag des erstmaligen Endes der Kontaktbeschränkungen in einem Bundesland liegt die Infektionsrate dort heute nur knapp unter der Marke von 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg um 3 auf 284, wie das Landratsamt mitteilt. Deswegen setzt der Kreis nicht alle in der neuen Thüringer Corona-Verordnung vorgesehenen Lockerungen um. Per Allgemeinverfügung ist im Kreis etwa die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz erweitert und gilt auch für Beschäftigte in Geschäften sowie Servicepersonal in Gaststätten.

Foto: Gregor Fischer/dpa