Letztes Update:
20210102013048

14:28
10.06.2020
Massive Kritik von Bayerns Staatsregierung an Nachbarland Thüringen für die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen. "Es ist unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an ihrem umstrittenen Kurs beim Umgang mit der Corona-Pandemie festhält", so Gesundheitsministerin Melanie Huml. Obwohl die Infektionszahlen in ganz Deutschland zurückgingen, "sind wir noch nicht über dem Berg".

Sie verweist in dem Kontext insbesondere an die aus bayerischer Sicht "leicht erhöhten Infektionszahlen genau an der Grenze zu Thüringen und auch in Thüringen selbst, etwa im Landkreis Sonneberg". "Ganz wichtig ist nun, dass die erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienekonzepte sowie die Maskenpflicht eingehalten werden", betont sie. Umsicht und Vorsicht müssten weiter das Handeln bestimmen. Die erzielten Erfolge dürften nicht verspielt werden. 

Bei einer Demonstration vor dem Reichstagsgebäude hält ein Teilnehmer ein Schild mit der Aufschrift "Gib Gates keine Chance - Widerstand 2020". Foto: Christophe Gateau/dpa

14:10
10.06.2020
UPDATE | Die EU fürchtet anhaltende Fake-News-Kampagnen rund ums Coronavirus und will soziale Netzwerke deshalb stärker in die Pflicht nehmen. Nach einem heute präsentierten Plan der EU-Kommission sollen Plattformen wie Facebook und Twitter künftig monatlich Berichte über ihren Kampf gegen Desinformationen vorlegen. Zudem werden die Unternehmen zu einer engeren Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern aufgefordert.

"Während der Coronavirus-Pandemie ist Europa von Desinformationskampagnen überschwemmt worden, die ihren Ursprung sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU hatten", kommentiert EU-Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova. Um diese zu bekämpfen, müsse man "alle relevanten Akteure von Online-Plattformen bis hin zu Behörden mobilisieren und unabhängige Faktenprüfer und Medien unterstützen".

Eine medizinische Mitarbeiterin hinter einer älteren Bewohnerin eines Pflegeheims. Symbolbild: Eduardo Sanz/Eurpoa Press/dpa/Archiv