Letztes Update:
20210102013048

10:07
09.06.2020
Japans andauerndes Einreiseverbot für Ausländer wegen des Coronavirus droht zu einer Belastung der deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen zu werden. "Wenn Japan seine Grenzen nicht bald wieder öffnet, wird dies erhebliche Auswirkungen auf die Erholung der japanischen Wirtschaft haben", warnt Marcus Schürmann, Delegierter der deutschen Wirtschaft und Geschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan.

Einer aktuellen Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) zufolge betrachteten 78 Prozent der Unternehmen Japans Einreiseverbot als eine "erhebliche Belastung für ihr Geschäft". Zwar hatte Japan den nationalen Corona-Notstand Ende Mai aufgehoben. Wann jedoch die Reisebeschränkungen für Ausländer aufgehoben werden, ist nicht absehbar. Das Einreiseverbot umfasst Ausländer mit ständigem Aufenthaltsstatus sowie Besitzer eines Langzeitvisums, einschließlich ihrer Ehepartner und Familienangehörigen.

Ein Hinweis für den Abstand von 1,5 Meter in der Gemeinschaftsschule West in Tübingen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

09:46
09.06.2020
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, setzt sich für ein Ende der Abstandsregel an den Schulen ein. Durch die geltende 1,50-Meter-Regel sei Unterricht nur mit halben oder noch kleineren Klassen möglich - deshalb würden Räume und Personal knapp, so die rheinland-pfälzische Bildungsministerin im RBB-Inforadio. 
Die Kinder und Jugendlichen hätten ein Recht darauf, in die Schule zu kommen und miteinander zu lernen. Ihre Experten hätten ihr gesagt, man könne es jetzt langsam verantworten, auf die Abstandsregel zu verzichten, erklärt Hubig. Wichtig seien Lüften, stabile Klassenverbände und ein Festhalten an den allgemeinen Hygieneregeln. "Dann ist es verantwortbar, so wie auch in der Öffentlichkeit ja an vielen anderen Stellen", sagt die SPD-Politikerin.