Nach einer der Welle der Solidarität in der Corona-Krise ist die
Zahl der Blutspenden wieder zurückgegangen. "In manchen Regionen ist die Spende-Bereitschaft stark rückläufig", sagt Patric Nohe, Sprecher der Blutspendedienste des
Deutschen Roten Kreuzes (DRK).
Das DRK deckt über zwei Drittel des Bedarfs an Blutkonserven in Deutschland. Die Spender bekommen dort - anders als zum Beispiel bei privaten Anbietern oder in Kliniken - keine Aufwandsentschädigung.
Das DRK wolle auch künftig auf Freiwilligkeit setzen, so Nohe. Georg Marckmann, Professor für Medizinethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, fragt sich, ob diese Strategie auf Dauer aufgeht. "Es wäre durchaus angemessen, die wertvolle Ressource Blut mit einer Aufwandsentschädigung zu vergüten."