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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender pflanzen eine Sonnenblume. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

10:56
29.05.2020

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bei den Menschen bedankt, die sich in der Corona-Krise für ihre hilfsbedürftigen Nachbarn einsetzen. Sie hätten im Kleinen Großes geleistet, sagte er in Berlin und nannte als Beispiele Hilfen bei Hausaufgaben, Arztbesuchen oder auch beim Einkaufen. "Alles das hat für viele - das dürfen wir nicht unterschätzen - diese schwierige Zeit der letzten acht Wochen mindestens etwas erträglicher gemacht."

Das Staatsoberhaupt äußerte sich bei einem Besuch einer Initiative im Berliner Hansaviertel. Dort wird beispielsweise älteren Nachbarn beim Einkauf geholfen, Blumen verschönern Pflanzbehälter vor dem Wohnhaus. Auch Steinmeier pflanzte eine Sonnenblume. "Abstand halten heißt nicht, Nähe zu verlieren. Trotz 1,5 Meter Abstand zeigen Beispiele wie diese hier, dass es vielleicht sogar gelingt, in den Nachbarschaften eine neue Nähe aufzubauen, die es vor der Corona-Zeit gar nicht gab", sagte er.

10:45
29.05.2020
Viele Krankenhäuser bekommen nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft wegen der Corona-Pandemie wirtschaftliche Probleme. Eine Befragung unter mehr als 600 Kliniken habe ergeben, dass die staatlichen Hilfen für die Häuser in der Krise nicht ausreichten. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Situation der Kliniken dadurch deutlich verschlechtert.
Wegen der Pandemie hatten sie geplante Behandlungen und Operationen verschoben und parallel dazu Kapazitäten im Intensivbereich aufgebaut. Laut Krankenhausentlastungsgesetz bekommen die Häuser für frei gehaltene Betten eine Pauschale von 560 Euro pro Tag. In drei Vierteln der Krankenhäuser hätten diese Ausgleichszahlungen im Monat April nicht gereicht, um die Erlösausfälle zu kompensieren, heißt es in der Studie.