Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bei den Menschen bedankt, die sich in der Corona-Krise für ihre hilfsbedürftigen Nachbarn einsetzen. Sie hätten im Kleinen Großes geleistet, sagte er in Berlin und nannte als Beispiele Hilfen bei Hausaufgaben, Arztbesuchen oder auch beim Einkaufen. "Alles das hat für viele - das dürfen wir nicht unterschätzen - diese schwierige Zeit der letzten acht Wochen mindestens etwas erträglicher gemacht."
Das Staatsoberhaupt äußerte sich bei einem Besuch einer Initiative im Berliner Hansaviertel. Dort wird beispielsweise älteren Nachbarn beim Einkauf geholfen, Blumen verschönern Pflanzbehälter vor dem Wohnhaus. Auch Steinmeier pflanzte eine Sonnenblume. "Abstand halten heißt nicht, Nähe zu verlieren. Trotz 1,5 Meter Abstand zeigen Beispiele wie diese hier, dass es vielleicht sogar gelingt, in den Nachbarschaften eine neue Nähe aufzubauen, die es vor der Corona-Zeit gar nicht gab", sagte er.