Letztes Update:
20210102013048

03:46
27.05.2020
Gesundheitsminister Jens Spahn hat Verständnis, dass die Länder selbst die Beschränkungen steuern wollen. "Das Ziel haben wir gemeinsam, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren und im Griff zu behalten. Aber die unterschiedlichen Lagen erlauben dann natürlich auch eine unterschiedliche Herangehensweise", sagt er im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen.
Mitten in der Debatte über Lockerungen berät Kanzlerin Angela Merkel heute mit den sechs ostdeutschen Regierungschefs. Bei der Videokonferenz soll es u.a. um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und um die Stärkung der Wissenschaftslandschaft im Osten gehen. Thema dürften aber auch Bestrebungen einiger Länder sein, die Auflagen deutlich zu lockern und mehr mit Geboten als mit Verboten zu arbeiten.

Foto: Jens Wolf/dpa

03:07
27.05.2020
UPDATE | Der Arbeitnehmerflügel der Union hält nichts von dem Vorschlag einiger CDU-Wirtschaftspolitiker, den gesetzlichen Mindestlohn wegen der Corona-Krise abzusenken. "Es ist ein absurder Vorschlag", so der Vize-Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Alexander Krauß, im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Vorschlag gehe "nicht nur zulasten der Arbeitnehmer, sondern er schwächt auch die Kaufkraft, die wir gerade jetzt brauchen, um die Konjunktur anzukurbeln". 

Bereits gestern hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine abgelehnt. Kritik kam auch vom Koalitionspartner: SPD-Chefin Saskia Esken sagte, wer Kassiererinnen, Pflegekräften und Paketzustellern applaudiere, dann aber Mindestlohn und Arbeitszeitschutz verweigern wolle, verhalte sich "schäbig".

Foto: Bodo Schackow/dpa