Letztes Update:
20220314160107

Tag 81

11:44
02.06.2020
Am 10. April haben wir unseren Pool aufgepustet - und die Badesaison bei 17,5 Grad Wassertemperatur eröffnet. Das gute Stück tut seit Jahren gute Dienste, musste zwischenzeitlich zwar mehrfach geflickt werden, hält aber noch immer. Inzwischen herrscht draußen gefühlt Hochsommer bei fast 30 Grad, und auch die Pooltemperatur liegt bei angenehmen 22 Grad. Die Kinder starten nach getaner Schularbeit seit Tagen direkt mit dem Wasserspaß - und verbringen den ganzen Tag draußen. So auch heute. Sportliche Akrobatikeinlagen inklusive. Kein Wunder, dass sie abends völlig ermüdet ins Bett fallen.

Eva Baumgartner

Tag 80

11:16
01.06.2020
Der „Mannheimer Morgen“ hat über die große Nachfrage berichtet. Und auch in unserem Umfeld kommen in diesen Zeiten mehrere Menschen auf den Hund. Oder die Katze. Als wir vor einiger Zeit hören, dass sich in Tierheimen die Anfragen häufen, sind wir zunächst überrascht. Doch klar, in der langen Zeit, die wir zuhause verbringen, wünschen sich viele Menschen verständlicherweise einen Gefährten. Doch es gibt auch andere Gründe als Einsamkeit, die Familie zu vergrößern... Ein Vater rief beispielsweise im Tierheim in Frankfurt an und beklagte sich, dass sein Sohn nur vor dem Computer sitze - und ein Hund doch eine prima Sache wäre. „Nach Corona“, so sagten dort mehrer Anrufer, die sich einen Vierbeiner „ausleihen“ wollten, werde man das Tier aber wieder zurückgeben. Im Alltag sei dafür ja keine Zeit. Unabhängig von derart bizarren Anfragen ist die Zeit, ein Tier an sein neues Zuhause zu gewöhnen, für ernsthafte Besitzer gerade richtig. Rund um die Uhr ist schließlich jemand da. Deshalb nutzen auch Freunde von uns diese Zeit, um auf den Hund zu kommen. Schon lange wünschen sie sich ein Tier, jetzt machen sie Nägel mit Köpfen. Alles ist organisiert, in den Sommerferien wird der Welpe abgeholt. Es soll ein langes Hundeleben in der Familie werden, kein „Corona-Hund“, der wieder gehen muss. Doch die Anfrage erweist sich anfangs als nicht einfach. Sie erfahren vom Züchter, dass die Nachfrage nach Welpen derzeit enorm sei. Und die Züchter selbst oft unsicher seien, ob sie die Tiere überhaupt loswerden. Auf einen Welpen gebe es deshalb bis zu 80 Anfragen. Unsere Freunde müssen einen Bewerbungsmarathon durchlaufen, haben am Ende aber die Nase vorn. Die Züchter sehen in ihnen die ernsthaftesten und geeignetsten neuen Besitzer. Wir hoffen jedenfalls, dass die Menschen, die sich gerade ohne groß nachzudenken ein Tier angeschafft haben, dieses nicht wieder abschaffen. Im Idealfall vorher nachdenken. Und dem Tier ein verlässliches Zuhause bieten. Unser Hund, die Katze und die Schildkröte sind übrigens aus einem überfüllten Tierheim. Und wir nehmen gestrandete Lebewesen von dort auch gerne auf. Aber irgendwann wird es auch bei uns zu voll. Zumindest haben wir das zunächst bei der Schildkröte gesagt, die uns zugelaufen ist. Wir haben sie ins Tierheim gebracht, um den tatsächlichen Besitzer zu ermitteln. Doch nach einigen Wochen war noch immer niemand gefunden Zwar gab es mehrere ausgebüxte Exemplare, doch keine Beschreibung passte. Da meldete sich das Tierheim bei uns. Und wir sagten mal wieder ja... das war vor einigen Jahren. Jetzt ist aber Schluss... Hoffen wir...

Eva Baumgartner