Pfingstsonntag. Nicht alle Menschen können heute einen Gottesdienst besuchen. Denn noch immer sind die Besuche auf wenige Teilnehmer begrenzt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Kanada. Gerhard L. aus Tsawwassen in der kanadischen Provinz British Columbia hat diesen Blog vor einiger Zeit im Internet gefunden - und mich angeschrieben. Wir sind inzwischen in regelmäßigem Mailaustausch. Er schreibt, wie es ihm in diesen Zeiten ergeht. Er ist vor über 40 Jahren aus der Rhein-Neckar-Region nach Kanada ausgewandert, verrät er, interessiert sich aber noch immer dafür, was hier alles passiert. Er liest von unserem ersten Gottesdienstbesuch nach langer Zeit. Und berichtet glücklich, dass er am heutigen Pfingstsonntag einen Platz im Gottesdienst seiner Gemeinde bekommen hat. Seine Platzkarte hat die Nummer D2. „Nur 50 Besucher sind zugelassen, das sind etwa 10 Prozent der normalen Besucherzahl“, berichtet er. Das Gotteshaus sei „hervorragend vorbereitet“ worden. Er schickt Bilder, welche Mühe sich auch die Gemeinde in Kanada gemacht hat, um Menschen einen Besuch der Kirche zu ermöglichen. Heute finden drei Gottesdienste statt. Die Farben gelb, rot und blau markieren die Sitzplätze für die verschiedenen Feiern. Es gibt also den „gelben“, den „roten“ und den „blauen“ Gottesdienst. Immer mit viel Abstand unter den Teilnehmern. Vielen Dank für diese Eindrücke aus Kanada. Und vielen Dank an alle Leser dieses Blogs, die sich bei mir melden: aus Mannheim, dem Ried und der Bergstraße, aber auch aus Amerika, Norwegen oder wie Herr L. aus Kanada. Trotz Corona - oder irgendwie auch gerade deshalb: Dieser Blog verbindet Menschen. Sogar über Grenzen hinweg.
Eva Baumgartner