Letztes Update:
20220314160107

Tag 68

05:07
20.05.2020
Dass alles noch immer anders ist, das merkt man auch an der Reaktion der „harten, coolen“ Jungs. Heute hat Julius seinen ersten Präsenztag in der Schule. „Ich bin schon irgendwie aufgeregt“, sagt er völlig unvermittelt. Er ist sicher nicht der Einzige, dem es so geht. Auch unter den ganz lässigen Teenager-Exemplaren wird es mehrere geben, die gerade mit einem möglichst entspannten Blick im Gesicht, aber einem mulmigen Gefühl in der Bauchgegend in die Schule fahren. Ganz bestimmt. Das hat schon der Tag gestern gezeigt: Viele der Neuntklässler haben nämlich nicht die Busse oder Züge genutzt, sondern sind mit dem Rad auch aus den weiter entfernten Ortschaften zur Schule gekommen - und schon morgens in der Früh mit dem schweren Ranzen über zehn Kilometer gefahren. 

Eva Baumgartner

11:49
19.05.2020
Auch unsere Tochter hat den Schulstart genossen. Nur acht Kinder werden derzeit in ihrer Gruppe unterrichtet. Ansammlungen habe es lediglich vor der Schule gegeben, sonst ließen sich die kleinen Gruppen wohl gut organisieren. „Ständig mussten Hände gewaschen werden“, berichtet sie. Da bei ihr nur einmal wöchentlich Unterricht stattfindet, sei Vieles ziemlich schnell besprochen worden. Da müssen wir uns nichts vormachen: Bei dem einen Tag wird es nur um Organisation und grobe Erklärungen gehen: Der Rest wird im Homeschooling erledigt. Bis nächste Woche hat sie jedenfalls wieder Material zum Bearbeiten bekommen. 

Eva Baumgartner

Tag 67

08:12
19.05.2020
Auch am Gymnasium beginnt für uns die Schule - mit einem Tag pro Woche. Heute ist Liv an der Reihe. Sie muss um 6 Uhr aufstehen, um 7.30 Uhr beginnt der Unterricht. Ihre ganze Jahrgangsstufe ist heute für sechs Stunden im Gebäude. Unterschiedliche Ein- und Ausgänge werden genutzt. Es sind deutlich mehr Schüler als bei Florian in der Grundschule. Auch bei ihr sind wir gespannt, was sie berichtet. 

Eva Baumgartner

11:10
18.05.2020
Florian kommt völlig begeistert nach Hause. „Alles war super!“, fasst er seinen ersten Schultag nach langer Zeit zusammen. Die elf Kinder seiner Gruppe wurden auf dem Schulhof von den Lehrern empfangen. Nach dem Händewaschen im Klassenzimmer - der Einlass erfolgte durch zwei separate Türen - durften alle am Platz den Mund- und Nasenschutz abnehmen. „Auf die Toilette durfte man nur alleine“, berichtet er. Alle zu sehen sei das Beste gewesen. Und dass alle Fragen beantwortet wurden, die in Deutsch und Mathe noch offen waren. „Alle Kinder haben sich an den Abstand gehalten“, sagt er. Die Umstellung in der Schule mit allen Regeln war offenbar anstrengend. Drei Teller Spagetti sind zur Stärkung nötig. Jetzt sind Hausaufgaben dran. Auf den zweiten Schultag morgen freut er sich. Dann muss auch seine Schwester in die Schule. Sie muss allerdings früher aufstehen: Ihr Unterricht beginnt um 7.30 Uhr.

Eva Baumgartner