Dass alles noch immer anders ist, das merkt man auch an der Reaktion der „harten, coolen“ Jungs. Heute hat Julius seinen ersten Präsenztag in der Schule. „Ich bin schon irgendwie aufgeregt“, sagt er völlig unvermittelt. Er ist sicher nicht der Einzige, dem es so geht. Auch unter den ganz lässigen Teenager-Exemplaren wird es mehrere geben, die gerade mit einem möglichst entspannten Blick im Gesicht, aber einem mulmigen Gefühl in der Bauchgegend in die Schule fahren. Ganz bestimmt. Das hat schon der Tag gestern gezeigt: Viele der Neuntklässler haben nämlich nicht die Busse oder Züge genutzt, sondern sind mit dem Rad auch aus den weiter entfernten Ortschaften zur Schule gekommen - und schon morgens in der Früh mit dem schweren Ranzen über zehn Kilometer gefahren.
Eva Baumgartner