Letztes Update:
20220314160107

14:26
08.05.2020
Der Musikunterricht läuft bei uns seit Beginn der Corona-Krise fast ununterbrochen: Liv und Julius hatten nur eine kurze Pause ohne Training am Instrument. Denn schnell wurde alles auf Videokonferenzen umgestellt: Sie üben jeden Freitagnachmittag, und das klappt prima. Was sie die Woche über einstudiert haben, das schicken sie vor der Stunde zur Kontrolle an die Lehrerin. Diese kann sich dann schon mal alles anhören, bevor es live weitergeht und alle Unklarheiten beseitigt werden. Bis sie wieder gemeinsam mit ihrer Lehrerin in einem Raum spielen können, ist dieser Weg eine sehr gute Alternative.

Eva Baumgartner

Tag 56

09:41
08.05.2020
Heute stand bei Florian und Sebastian ein kurzer Schulbesuch auf dem Programm. In einem zweistündigen Zeitfenster am Vormittag konnten sie zwei ihrer Lehrkräfte sehen, die erledigten Aufgaben abgeben und neue Lernpakete mitnehmen. Die Lehrerinnen hatten vor dem Schuleingang Tische aufgestellt, an denen sie die Kinder begrüßten. Sie erkundigten sich, wie es den Schülern geht und erklärten ihnen, dass die Schule bald wieder losgeht. Wie alles ablaufen wird, das steht noch nicht fest, aber wir werden es zeitnah erfahren. Vor dem Gebäude stand auch die Schulsozialarbeiterin für Gespräche zur Verfügung. Es war für die Kinder schön, viele ihrer Schulkameraden zu sehen. Denn auch mit Abstand konnten sich alle prima unterhalten. Die Freude darüber, dass es mit der Schule in etwas mehr als einer Woche wieder losgeht, ist jetzt noch größer geworden.

Eva Baumgartner

17:55
07.05.2020
Heute habe ich als Hobby-Lehrkraft viel zu tun: Neben der Beantwortung von vielen Fragen habe ich mich an einen Berg Korrekturarbeiten gemacht. Ich bin sehr dankbar, dass eine Mathelehrerin uns Lösungen schickt, trotzdem muss ich jede Aufgabe anschauen und zumindest das Ergebnis überprüfen. Das dauert. Ich muss zugeben, dass ich bei den (von den betreffenden Lehrern gewünschten) Korrekturen der Schularbeiten unserer vier Kinder etwas geschludert habe. Deshalb muss ich heute 64 DIN-A-4-Blätter korrigieren. Aber mein Tagwerk ist jetzt glücklicherweise vollbracht. Ich muss immer wieder feststellen, dass die Situation bei unseren vier Sprösslingen unterschiedlich ist. Es gibt viele emsige Lehrer, die ganz individuelle Rückmeldungen zu den Arbeiten geben. In Französisch soll Julius beispielsweise Sätze aufnehmen und der Lehrerin schicken. Sie gibt zeitnah eine genaue Antwort, ebenso seine Deutschlehrerin. Auch unsere Tochter erhält in vielen Fächern, beispielsweise in Geschichte oder Musik, detaillierte Rückmeldungen. Manche Lehrer schicken allerdings keine Lösungen - und andere wollen nicht mal eine Einsendungen der bearbeiteten Aufträge. Weitere Lehrer stellen als Lösung die Hausaufgabe einer Klassenkameradin ins virtuelle Klassenzimmer - als vorzeigbares Beispiel. Auch eine Möglichkeit. Fazit: Wer sicher sein will, dass sein Kind alles verstanden hat, der muss in den meisten Fällen selbst an den Schreibtisch. Und Korrektur lesen. Zumindest stichprobenartig. Morgen Vormittag ist übrigens ein Besuch in der Grundschule angesagt: Sebastian soll seine zuletzt erledigte Mappe zur Korrektur abgeben. Auch die Mathelehrerin von Florian sammelt die fertigen Aufgaben ein. Wir freuen uns auf den kurzen Schulbesuch!

Eva Baumgartner