Letztes Update:
20220314160107

Tag 55

10:54
07.05.2020
Liv, Julius und Florian dürfen zuerst wieder in die Schule: Am 18. Mai beginnt für sie wieder der Unterricht. In welcher Form, das werden wir noch erfahren. Schultage, wie es sie vor Corona gab, werden es allerdings nicht sein. Trotzdem sind sie motiviert. Lediglich Sebastian, unser Zweitklässler, muss noch warten. Bei ihm soll es erst am 2. Juni, nach Pfingsten, weitergehen. Obwohl auch er gerne in die Schule geht, findet er das Warten nicht schlimm: „Dann habe ich den Tisch zuhause für mich alleine!“

Eva Baumgartner

18:04
06.05.2020
Unsere Kinder verfolgen heute wieder  gespannt die Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bei den angekündigten Lockerungen interessieren sie sich vor allem für eine Veränderung: Dass sich unsere Familie mit einer weiteren Familie treffen kann, das finden sie „richtig cool“. Restaurant- und Geschäftsöffnungen sind ihnen dagegen nicht so wichtig - in ihrem Alter gibt es eben andere Prioritäten. Der Fußball im Verein beispielsweise, der fehlt ihnen sehr. Das wird allerdings noch eine Weile dauern. Auf eine Sache warten unsere Kinder hingegen seit Wochen und stehen vor einem baldigen Erfolg - dem Beginn der Schule. Der steht jetzt vor der Tür. „Endlich! Wir dürfen wieder in der Schule!“ Wer hätte vor Wochen gedacht, dass die Freude hierüber sooo groß ausfällt. Aber unsere Kinder haben die Schnauze gestrichen voll von Homeschooling. Ehrlich gesagt: Uns geht es genauso.

Eva Baumgartner

Tag 54

12:07
06.05.2020
Viele Eltern versuchen, ihrem Nachwuchs bei der Zubereitung der Speisen möglichst gesunde Bestandteile unterzujubeln. So steckten gestern in der Tomatensoße unserer Lasagne (der Essenswunsch von Sebastian) auch Zucchini und Karotten. Fein püriert, keine Frage, deshalb nicht zu erkennen. Andere, grobstückige Zubereitungsarten kamen nämlich bisher nicht gut an. Wir stellen fest: Bei Teenager-Jungs ist das Unterjubeln aber nicht mehr so einfach. Diese entscheiden sich bei der Auswahl der Speisen oft aus ganz anderen Gründen für ein Gericht, traditionelle Familienrezepte sind da nicht mehr gefragt. Julius durchforstet ein Teenager-Kochbuch und bleibt sofort bei der Rubrik „Schnell und einfach“ hängen. Eine Rubrik, die auch unser Herz höherschlagen lässt, denn schnell und einfach in der Küche fertig zu sein, das ist ganz in meinem Sinne. Doch die Freude ist getrübt, als er nur zwei Sekunden später bei seinem Wahlgericht hängenbleibt: „Monster-Sandwich! Das will ich!“ Typisch, denke ich mir. Doch jede Wahl ist erlaubt, deshalb gibt es heute Monster-Sandwich: Groß, hoch - und viel. Das ist die Hauptsache. Aber Salat und Tomate kommen trotzdem drauf:-))

Eva Baumgartner