Viele Eltern versuchen, ihrem Nachwuchs bei der Zubereitung der Speisen möglichst gesunde Bestandteile unterzujubeln. So steckten gestern in der Tomatensoße unserer Lasagne (der Essenswunsch von Sebastian) auch Zucchini und Karotten. Fein püriert, keine Frage, deshalb nicht zu erkennen. Andere, grobstückige Zubereitungsarten kamen nämlich bisher nicht gut an. Wir stellen fest: Bei Teenager-Jungs ist das Unterjubeln aber nicht mehr so einfach. Diese entscheiden sich bei der Auswahl der Speisen oft aus ganz anderen Gründen für ein Gericht, traditionelle Familienrezepte sind da nicht mehr gefragt. Julius durchforstet ein Teenager-Kochbuch und bleibt sofort bei der Rubrik „Schnell und einfach“ hängen. Eine Rubrik, die auch unser Herz höherschlagen lässt, denn schnell und einfach in der Küche fertig zu sein, das ist ganz in meinem Sinne. Doch die Freude ist getrübt, als er nur zwei Sekunden später bei seinem Wahlgericht hängenbleibt: „Monster-Sandwich! Das will ich!“ Typisch, denke ich mir. Doch jede Wahl ist erlaubt, deshalb gibt es heute Monster-Sandwich: Groß, hoch - und viel. Das ist die Hauptsache. Aber Salat und Tomate kommen trotzdem drauf:-))
Eva Baumgartner