Wir fühlen uns gerade zurückversetzt in die Vorweihnachtszeit des ersten Corona-Jahres 2020. Schon damals hatten wir in diesem Blog an Tag 283 darüber berichtet, dass wir seit vielen Jahren das Krippenspiel einstudieren, das an Heiligabend in unserer Kirche gezeigt wird. Und dass sich daran vor Corona stets viele Kinder aus der Gemeinde beteiligt hatten. Im vergangenen Jahr durften diese Jungen und Mädchen aus vielen verschiedenen Haushalten freilich nicht gemeinsam in der Kirche stehen. Am Ende – und angesichts immer strengerer Corona-Regeln – musste unsere etwas größere Familie auf Bitten der Gemeinde alle Rollen übernehmen. Sogar mein Mann und ich mussten Jahrzehnte nach unserem letzten Krippenspiel-Einsatz mitmachen (die Berichterstattung dazu kann an Tag 286 nachgelesen werden). Nun steht der Heiligabend wieder vor der Tür: Die Hoffnung des Sommers, wieder viele Kinder an Bord zu holen, ist längst verflogen – und wegen der aktuellen Situation wirklich nicht drin. Es wird wieder ein Krippenspiel im Online-Gottesdienst geben. Doch wir Erwachsenen müssen diesmal nicht die Lücken stopfen, sondern Cousins und Cousinen unserer Kinder. Unser Konzept – drei Haushalte und riesige Stoff-Schafe als Abstandshalter zwischen den Hirten – hält hoffentlich bis zum Heiligen Abend stand.
Eva Baumgartner