Bei vielen Eltern herrscht angesichts des Schulstarts am Montag große Verunsicherung. Die beginnenden Testungen, anstehende Arbeiten, dazu völlige Unklarheit, wie es denn überhaupt weitergeht. „Jetzt sind die Ferien zuende, und die Kinder sind auch in den nächsten Wochen trotzdem noch ständig daheim“, sagt mir eine Mutter am Telefon. „Die Luft ist bei den Großen völlig raus“, sagt eine andere. Der Antrieb, zu lernen, ist teils gar nicht mehr vorhanden, berichten die Eltern. Schließlich habe Schule für die jungen Leute schon lange nicht mehr stattgefunden. „Mir ist auch schleierhaft, wie die Noten entstehen sollen“, überlegt eine Freundin. In manchen Fächern fände kein Online-Unterricht statt, und in anderen müsse nichts abgegeben werden. Auch die Lehrerinnen und Lehrer blicken mit Sorge auf den Montag: „Wie wir das alles mit den Tests hinbekommen sollen, weiß ich auch noch nicht“, sagt eine Pädagogin. Sie sei als „Springer“ für alle Klassen der Schule eingeteilt, um bei den Tests zu helfen - benötigt aber ein selbst ein negatives Ergebnis, das sie bereits zuhause durchführen soll. Eine andere Lehrerin darf den Test wiederum nur in der Schule durchführen: Sie testet sich vor den Kollegen, die das Prozedere als Zeugen beobachten sollen.
Eva Baumgartner