Das heutige erste Bund-Länder-Treffen mit Vertretern von Pharmafirmen ist gerade abgeschlossen. Wir schauen gespannt die anschließende Pressekonferenz, denn beim Piksen haben wir noch einen langen Weg vor uns: In Baden-Württemberg und Hessen sind derzeit jeweils erst 2,1 Prozent der Bevölkerung geimpft. Welche Menge an Impfstoff tatsächlich wann nach Deutschland geliefert wird, das wird sich erst noch zeigen. Zurzeit sind Impfstoffe von drei Herstellern in der EU zugelassen - von Biontech, Astrazeneca und Moderna - Johnson & Johnson sowie Curevac erwarten zudem eine Zulassung ihrer Vakzine im zweiten oder dritten Quartal 2021. Im Laufe des Jahres, so heißt es nach dem Gipfel, werde die Menge des Impfstoffs deshalb stark ansteigen. Für die 9 Millionen Kinder in Deutschland gebe es zwar noch keinen zugelassenen Impfstoff. Doch selbst wenn Johnson & Johnson sowie Curevac keine Zulassung erhalten würden, könne zumindest jedem der etwa 73 Millionen Erwachsenen bis zum 21. September ein Impfangebot gemacht werden, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für mehr Klarheit und einen genaueren Fahrplan soll deshalb ein nationaler Impfplan erarbeitet werden. Hausärzte sollen das Impfen übrigens dann übernehmen, wenn es genügend Impfstoff gibt.
Eva Baumgartner