Unser Hund ist ein Weichei. Da gibt es nichts, das man sich schönreden könnte. Draußen schüttet es in Strömen. Und Greta beginnt bereits vor der Haustür damit, ihren Unmut zu bekunden, in dem sie sich an die Wand drückt. Ist der Start erst geglückt, versucht sie immer wieder, durch aktives Stehenbleiben den weiteren Fortgang zu verhindern. Und mich mit ihrem Hundeblick - schräg von unten - und triefnassem Fell anzuflehen, endlich den Heimweg anzutreten. Ihr Geschäft verrichtet sie immerhin, so schlecht war der Spaziergang dann also nicht. Irgendwie schaffen wir es dann ein gutes Stück durch den Regen. Sie mit triefendem Fell, ich mit triefenden Haaren. Zuhause sind wir beide froh: Sie genießt das Trockenrubbeln und kuschelt sich ins Körbchen. Ich genieße den Kaffee ... und bin vielleicht auch - zumindest ein ganz kleines - Weichei. Das ist aber auch ein Hundewetter!
Eva Baumgartner